• Juni 14, 2018

Karlín

Karlín

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Das Stadtviertel Karlín (deutsch Karolinenthal), wurde im Jahre 1817 gegründet und zu Ehren der Frau des Kaisers Franz I. Karoline Auguste benannt. Schon früher befand sich auf diesem Gebiet ein militärisches Invalidenheim (Invalidovna). Dieses wurde in den Jahren 1731–1737 als ein Heim für Kriegsinvaliden und ihre Familien errichtet. Es gehörte zu ihm ein militärischer Friedhof. Im Jahre 1847 wurde hier das erste Prager Gaswerk erbaut, das 200 Lampen im Zentrum der Stadt mit Leuchtgas versorgte. Nach dem Abriss der Stadtmauer in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts gehörten die Grundstücke im heutigen Stadtviertel Karlín zu den billigsten. Daher entstand hier auch eine Reihe von industriellen Betrieben und Wohnhäusern. Heute ist es bereits der Sitz von etlichen internationalen Korporationen mit Büros für tausende Mitarbeiter. Dadurch entstand hier eine reiche Infrastruktur mit vielen Restaurants, Bars und weiteren reizvollen Orten. Gegenüber dem Stadtzentrum ist dieser Stadtteil noch relativ billig, daher ist er bei den hiesigen Bewohnern beliebt. Eine der bedeutenden Bauten ist der Negrelli-Viadukt, der bald zu einem weiteren kulturellen Zentrum Prags wird. Im Jahre 2002 war Karlín von dem Moldauhochwasser schwer betroffen, das einen Zusammenbruch von einigen Häusern verursachte und erst nach einem Jahr hat sich das Leben hier wieder normalisiert.