• Juni 14, 2018

Teynkirche

Teynkirche

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An diesen Stellen stand eine kleine romanische Kirche bereits im 11. Jahrhundert. Es war eine Spitalkirche für fremde Händler, die nach Ungelt kamen. In der Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die heutige hochgotische Kirche errichtet, die die Funktion der wichtigsten Altstädter Kirche und der Pfarrkirche erhielt. Die Türme sind 80 Meter hoch. Der nördliche Turm heißt Eva, der südliche (ca. um 1 m höher und etwas breiter) Adam. Die hiesige Orgel ist die älteste in Prag. Die Teynkirche prunkt mit einer Vielzahl von erhaltenen Grabsteinen. Es befinden sich hier ungefähr 60 bekannte Grabsteine, einige sind unbekannt, einige wurden früher bei der Verlegung des neuen Fußbodens entfernt. Zu den bekanntesten gehört der Grabstein von Tycho de Brahe, des dänischen Astronomen am kaiserliche Hof von Rudolf II. Eine Legende spricht über eine kleine Glocke im Glockenturm der Kirche. Diese Glocke soll an ein Dienstmädchen erinnern, das von ihrer Herrin aus Wut erwürgt wurde, als es beim Ertönen der Glocke aus der Teynkirche niederkniete und beten begann, anstatt der Herrin beim Anziehen zu helfen. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Stellung der gegebenen Dame wurde sie vom Richter freigesprochen, aber jedes Klingeln der Glocke resonierte in ihrem Gewissen dermaßen, dass sie für die Teynkirche eine kleine Glocke zum Gedenken an dieses Dienstmädchen abgießen ließ. Anschließend verschenkte sie ihr ganzes Vermögen an Arme und trat in ein Kloster ein.